Attenuierte familiäre adenomatöse Polyposis (engl. attenuated adenomatous polyposis coli, AAPC):
Bei der AAPC besteht wie bei der FAP ein sehr hohes Risiko für Darmkrebs, allerdings entwickeln sich Polypen meist später und in geringerer Zahl (weniger als 100).
Molekulargenetische Diagnostik
Auch für die AAPC werden Veränderungen im APC-Gen verantwortlich gemacht, allerdings lässt sich bei einem Großteil der Patienten kein Nachweis ermitteln, so dass von der Beteiligung mehrerer Gene an dieser Erkrankung ausgegangen werden kann.
Früherkennung
Risikopersonen wird eine Darmspiegelung ab dem Alter von 15 Jahren empfohlen. Finden sich keine Polypen, sollte die Koloskopie ab einem Alter von 20 Jahren lebenslang jährlich wiederholt werden. Auch hier wird individuell eine Entfernung des Dick- und Enddarms empfohlen, um das Auftreten von Darmkrebs zu verhindern.