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der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

Lungenkrebs
Erkrankung Häufigkeit in Deutschland Mittleres Erkrankungsalter Risiko-
faktoren
Vorbeugung Früherkennung Erblich  
Lungenkrebs
Dritthäufigste Krebserkrankung bei beiden Geschlechtern (dritthäufigste Krebs-Todesursache bei Frauen, häufigste Krebs-Todesursache bei Männern) 68 Jahre Allgemeine Maßnahmen, Nichtrauchen sehr schwierig Nicht ausgeschlossen

 

Für Lungenkrebs gibt es bisher bei Personen ohne Symptome seitens der Lungen keine geeignete Früherkennungsuntersuchung.

In Erprobung befindliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen

Zurzeit werden bildgebende Verfahren, wie die Spiral-Computertomographie (Spiral-CT) mit niedriger Strahlendosis und molekularbiologische Untersuchungen abgehusteter Sekrete aus dem Atemtrakt (Sputum-Zytologie), als Methoden zur Früherkennung von Lungenkrebs erprobt. Keine dieser Maßnhamen ist derzeit Kassenleistung.

Spiral- CT

Die Spiral-CT ist ein auf Röntgentechnik basierendes Verfahren, bei dem über zweidimensionale Schichtaufnahmen dreidimensionale Bilder der Lunge erzeugt und vom Arzt ausgewertet werden können. Zwischen 25 und 60 Prozent der Aufnahmen von Rauchern und Nichtrauchern zeigen dabei aber Veränderungen, die nicht auf eine Krebserkrankung zurückzuführen sind, sondern Folgen z.B. einer chronischen Bronchitis oder abgelaufener Lungenentzündungen darstellen. Die Deutung dieser Aufnahmen und die Schlussfolgerungen für das weitere Vorgehen können daher stark schwanken.

Sputum- Zytologie

Bei der Sputum-Zytologie wird der beim Husten gewonnene Auswurf mikroskopisch untersucht. Hierzu muss an vier aufeinanderfolgenden Tagen morgens nach dem Aufstehen in ein Teströhrchen Schleim abgehustet werden. Der Bronchialschleim wird dann im Labor auf bösartige Zellveränderungen untersucht. Die Untersuchung bietet nur selten ein sicheres Ergebnis. Der Test kann zu falsch positiven (keine Krebserkrankung trotz festgestellter Veränderungen z.B. als Folge von Entzündungen) und zu falsch negativen Diagnosen (Vorliegen einer Krebserkrankung ohne sicher nachweisbare krebsverdächtige Zellveränderung im verfügbaren Untersuchungsgut) führen.

Bewertung und Empfehlung
Aufgrund der aktuell nur in speziellen Laboratorien und Röntgeneinrichtungen ausreichend gesicherten Ergebnisse und der bisher nur mit aufwendigen Verfahren zu gewinnenden Befunde, gelingt die Früherkennung von Lungenkrebs zurzeit nur sehr selten. Sollten diese Verfahren in kommenden Jahren aber belegbar verbessert werden, könnten sie zukünftig vor allem bei der gezielten Untersuchung von sogenannten Risikogruppen (Raucher, Arbeiter in Berufen mit hoher Schadstoffbelastung durch gesichert krebserzeugende Substanzen) eingesetzt werden.
Aufgrund der bisher nur sehr eingeschränkten Möglichkeiten zur Früherkennung der in mehr als 85 Prozent zum Tode führenden Lungenkrebserkrankungen kommt der Vorbeugung, vor allem durch Nichtrauchen, eine umso größere Bedeutung zu!

 
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