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der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

Darmkrebs
Erkrankung Häufigkeit in Deutschland Mittleres Erkrankungsalter Risiko-
faktoren
Vorbeugung Früherkennung Erblich  
Darmkrebs
Zweithäufigste Krebserkrankung bei Frau und Mann (zweithäufigste Krebs-Todesursache) Männer: 69 Jahre Frauen: 75 Jahre s. "Ernährung" im Menü Vorbeugung sehr gut möglich teilweise, s. Erbliche Krebskrankheiten

 

Krebsfrüherkennungsmaßnahmen
(Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung)
  Welche Altersgruppe? Wie wird untersucht? Details Durch wen? Wie oft? Bewertung/
Empfehlung
 
Dickdarm und Enddarm 55 und darüber Darmspiegelung (Koloskopie) Fachärzte, die jährlich mind. 200 Koloskopien durchführen alle 10 Jahre bei unauffälligem Ergebnis, ansonsten alle 2-5 Jahre
  Gesetzlich versicherte Frauen und Männer haben Anspruch auf insgesamt zwei Koloskopien ab dem Alter von 55 Jahren. Die erste Koloskopie ab 55 Jahre und die zweite frühestens zehn Jahre nach der ersten. Jede ab dem Alter von 65 Jahren durchgeführte Koloskopie zählt als zweite Koloskopie!
Darm 50 und darüber Untersuchung auf Blut im Stuhl (FOBT) Hausarzt oder Facharzt jährlich (50-55 Jahre) bzw. alle 2 Jahre (ab 56. Lj. alternativ zur Darmspiegelung)
Endddarm 50 und darüber Tastuntersuchung Darm (digital-rektale Untersuchung, DRU) Hausarzt oder Facharzt jährlich
Dickdarm 55 und darüber Sigmoidoskopie Fachärzte, die jährlich mind. 200 Koloskopien durchführen alle 5 Jahre (Alternative zur Koloskopie: Wird nur angewendet, wenn eine Koloskopie nicht durchgeführt werden kann)
  Die Sigmoidoskopie ist die alternative Untersuchung, wenn die Darmspiegelung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist oder der Patient die Koloskopie ablehnt.

Weitere Untersuchungsmöglichkeiten (IGel- Individuelle Gesundheitsleistungen)

Die im Folgenden beschriebenen Untersuchungen sind als Früherkennungsmaßnahmen in der Regel keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Bei Abklärungsbedarf verdächtiger Befunde bzw. in der Nachsorge bereits behandelter Krebserkrankungen werden die Kosten aber meist von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Immunologischer Stuhltest

Immunologische Stuhltests dienen entweder dem Nachweis von nicht sichtbarem (okkultem) Blut oder von bestimmten Eiweißen im Stuhl, die vermehrt von Tumoren gebildet werden. Je nach Hersteller kann der Test wie ein Schwangerschaftstest zuhause durchgeführt und ausgewertet werden oder die Auswertung erfolgt durch ein Labor des Herstellers, das dann das Testergebnis mitteilt. Zur Durchführung ist keine Umstellung der Ernährung notwendig. Die Kosten von 15 bis 30 Euro werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Die Aussagekraft immunologischer Stuhltests im Vergleich zum FOBT (Guajak-Test) wird derzeit noch geprüft. Wie beim FOBT (Guajak-Test) muss auch bei einem immunologischen Stuhltest mit fälschlicherweise positiven oder negativen Ergebnissen gerechnet werden.

Immunologische Verfahren sind derzeit keine Alternative zum FOBT (Guajak-Test) und sollten wegen der Ergebnisbewertung keinesfalls ohne ärztliche Beratung durchgeführt werden.

Virtuelle Koloskopie

Die virtuelle Koloskopie umfasst radiologische Verfahren, bei denen über zweidimensionale Schichtaufnahmen dreidimensionale Bilder des Darms erzeugt und vom Arzt ausgewertet werden können. Die Aufnahmen werden entweder über die auf Röntgentechnik basierende Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) gewonnen.

Aufgrund des Fehlens aussagekräftiger klinischer Studien werden beide Verfahren derzeit nicht zur Krebsvorsorge empfohlen.

 
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