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der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

Risikofaktor UV-Strahlung

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie zählen zu den weltweit am häufigsten auftretenden Krebsarten. Für diese Steigerung wird die wachsende Belastung der Haut durch natürliche und künstliche ultraviolette Strahlung verantwortlich gemacht:

Kurzwellige UVB-Strahlung:

  • dringt nur in die obersten Hautschichten ein
  • ist verantwortlich für Sonnenbrand
  • trägt zur vorzeitigen Hautalterung und die Entstehung von Hautkrebs bei



Langwellige UVA-Strahlung:

  • macht 95 Prozent der Strahlung auf der Erdoberfläche aus
  • dringt tiefer in die Haut ein
  • bewirkt kurzzeitige Bräunung
  • trägt zur vorzeitigen Hautalterung und Hautkrebs bei



Auf der anderen Seite fördert maßvoller Umgang mit dem Sonnenlicht das Wohlbefinden und steigert die Bildung von Vitamin D. Dieses Vitamin wird als Schutzfaktor gegen Tumorerkrankungen der Prostata, der Brust und des Dickdarms diskutiert. Ein täglicher Spaziergang von 15 Minuten unter freiem Himmel mit unbedecktem Gesicht und unbedeckten Händen ist allerdings ausreichend, um den Vitamin D-Bedarf von Gesunden zu decken.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne

  • Vermeidung von intensiver UV-Belastung zwischen 12 und 15 Uhr
  • Sonnenbrände vermeiden
  • Haut durch Kleidung und Kopfbedeckung schützen
  • Sonnenbrille tragen
  • Unbedeckte Körperpartien mit Sonnencreme schützen
  • Sonnencremes mit UV-A- und UV-B-Schutz verwenden (ab Lichtschutzfaktor 20)
  • Sonnencreme mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen
  • Erneuerung des Sonnenschutzes mehrmals am Tag
  • Wasserfeste Creme verwenden und nach dem Baden Sonnenschutz erneuern
  • Kinder unter einem Jahr nicht der direkten Sonne aussetzen
  • Schutzkleidung bei Kleinkindern nicht vergessen
  • Vor dem Sonnen auf Deodorants, Parfum und Kosmetika verzichten, da sie ästhetisch störende, unregelmäßige Pigmentflecken verursachen können

    Hinweis:
    Jeder Hauttyp ist anders. In der Hauttypentabelle unter "Downloads" auf dieser Seite können Sie Ihren Hauttypen zuordnen und somit einschätzen, wie viel Sonne Ihre Haut verträgt.

Wussten Sie schon...

  • Der durchschnittliche, in Innenräumen arbeitende Nordeuropäer, nimmt 30 Prozent der jährlichen UV-Strahlendosis in den Sommerferien auf und weitere 40 Prozent an Sommerwochenenden.
  • Bunte Farben und dichtes Gewebe schützen besser als schwarze oder weiße Kleidung.
  • Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht, sondern hält sie lediglich aufrecht!
  • Sonnencremes schützen Kleinkinder frühestens ab dem 2. Lebensjahr. Voraussetzung: Mehrfach nachcremen!
  • Die Einnahme von bestimmten Medikamenten erhöht die Lichtempfindlichkeit oder kann Allergien auslösen. Fragen Sie dazu Ihren Arzt vor einem sonnenreichen Urlaub!

Sonnenbaden im Solarium

Die UV-Strahlung in Solarien ist keineswegs gesünder als die natürliche UV-Strahlung der Sonne. Auch Solarien, bei denen ein Teil der UV-Strahlung herausgefiltert wird, um Sonnenbrand zu vermeiden, bleiben aufgrund ihrer hohen Bestrahlungsstärke eine Gefahr für die Haut. Es ist außerdem biologisch unsinnig, die Haut im Solarium für den Urlaub „vorzubräunen“, weil die UVA-vermittelte Bräune nicht vor den durch UVB-Strahlung ausgelösten Hautschäden schützt, die für Sonnenbrand und Hautkrebs verantwortlich sind. Hinzu kommt, dass durch hohe UVA-Gesamtdosen, die durch wiederholte UVA-Belastungen der Haut vielleicht erst nach Jahren erreicht werden, das messbare Risiko für die spätere Neubildung eines Melanoms nachweislich steigt.
Merke: Die Haut vergisst nicht!

Downloads
 
  Hauttypentabelle (23 kB)

Weiterführende Links

Arbeitsgemeinschaft dermatologische Prävention 
Aktuelle UV-Messwerte 

Literatur

  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (Hrsg.): "Schutz vor Krebs", Heidelberg, 2007
  • International Union Against Cancer (UICC): Prävention von Krebs, Aktueller Stand und wirksame Strategien, W. Zuckschwerdt Verlag, Genf, 2006

 
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