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Risikofaktor Alkohol
Der Einfluss von Alkohol auf die Entstehung von Krebs ist in der wissenschaftlichen Literatur lange bekannt. Alkohol ist eine Alltagsdroge: 9,5 Millionen Menschen gefährden ihre Gesundheit durch überhöhten Alkoholkonsum. 1,3 Millionen Menschen sind alkoholabhängig.
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Alkohol und Krebs
Folgende Tumorarten stehen mit Alkoholkonsum in Verbindung:
- Krebs der oberen Verdauungsorgane (Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre):
Bei einem halben Liter Wein täglich steigt das Erkrankungsrisiko um das 2- bis 3-fache. Zusätzliches Rauchen potenziert das Risiko!
- Leberkrebs:
Das Erkrankungsrisiko wird durch überhöhten Alkoholkonsum um das 4,5 bis 7,3-fache gesteigert.
- Brustkrebs:
Schon geringe Mengen Alkohol steigern das Risiko deutlich. Bei einer Aufnahme von 50 g Alkohol am Tag ist das Erkrankungsrisiko um 50 Prozent erhöht.
- Dickdarmkrebs:
50 g Alkohol pro Tag gehen mit einem 1,4-fach erhöhten Risiko einher.
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Krebserregende Wirkungsweise
- Für Tumore des oberen Verdauungstraktes ist ein im Mund-/Rachenraum entstehendes Stoffwechselprodukt von Alkohol verantwortlich, das sogenannte Acetaldehyd.
- Alkoholbedingter Leberkrebs geht in der Regel einher mit einer Leberzirrhose.
- Für die Entstehung von Brustkrebs werden durch den Alkoholkonsum erhöhte Östradiolspiegel (ein Bestandteil von Östrogen) verantwortlich gemacht.
- Beim Dickdarmkrebs wird ebenfalls Acetaldehyd als Ursache diskutiert.
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Völliger Verzicht auf Alkohol?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt folgende Höchstwerte:
Für Frauen: Maximal 10 Gramm Alkohol am Tag = 0,25l Bier, 0,1l Wein oder 3 cl Whiskey = 1 Drink pro Tag
Für Männer: Maximal 20 Gramm Alkohol am Tag = 0,5l Bier, 0,2l Wein oder 6 cl Whiskey = 2 Drinks pro Tag
Diese Mengen sollten aber möglichst nicht täglich konsumiert werden! Die Art des Getränkes ist weniger bedeutend. Hinweis! Asiaten können Alkohol erblich bedingt schlechter abbauen, für sie gelten viel niedrigere Grenzwerte!
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Die Kombination Rauchen und Alkohol
Wer regelmäßig raucht und dabei große Mengen Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko an Krebs der oberen Atemwege oder des Verdauungstraktes zu erkranken, um das Zehn- bis Hundertfache.
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Zusatz-Info
Beratung und Hilfe zum Thema Alkohol:
Sucht- und Drogenhotline der Drogenbeauftragten der Bundesregierung: Tel.: 01805 / 313031 Sprechzeiten: Montag bis Sonntag von 0.00 bis 24.00 Uhr
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Weiterführende Links
BZgA: Verzeichnis der Suchtberatungsstellen
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
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Literatur
- Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (Hrsg.): "Schutz vor Krebs", Heidelberg, 2007
- Grätzel von Grätz Pl: Alkohol - ein unterschätztes Karzinogen. In: Ärzte Zeitung online, 07.08.2008
- International Union Against Cancer (UICC): Prävention von Krebs, Aktueller Stand und wirksame Strategien, W. Zuckschwerdt Verlag, Genf, 2006
- Robert Koch Institut RKI, Gesellschaft der epidemiologischepidemiologischBevölkerungsbezogen; die Epidemiologie ist die Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten sowie deren Ursachen und Risikofaktoren in Bevölkerungsgruppen.en Krebsregister in Deutschland e.V. GEKID (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2003-2004 Häufigkeiten und Trends, 6. überarbeitete Auflage, Berlin, 2008
- Seitz HK, Mueller S: Alkohol und Krebs. In: Deutsche Krebsgesellschaft, Forum Gesundheit, 04/2007
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