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Ernährung
An einer europaweit angelegten Studie (European Prospective Investigation into Cancer = EPIC) nehmen über 520.000 Menschen aus zehn europäischen Ländern teil. Durch Fragebögen, Blutproben etc. werden über mehrere Jahre u.a. Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs untersucht. Laut erster Ergebnisse der Studie kann entgegen der bisherigen Annahme das allgemeine Krebserkrankungsrisiko durch eine gesunde Ernährung nicht gesenkt werden. Es gibt nur einige wenige Krebsarten, bei denen ein Zusammenhang zur Ernährung als wahrscheinlich eingestuft wird:
- Der Verzehr von Obst und Gemüse senkt das Risiko für maligne Tumoren der Verdauungs- und Atmungsorgane (Mund/Rachen, Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Mastdarm, Kehlkopf, Lunge)
- Ein hoher Anteil an Ballaststoffen in der Ernährung senkt das Risiko für Krebserkrankungen des Magens und der Speiseröhre sowie des Dick- und Mastdarms
- Der Konsum von Fisch senkt das Risiko von Dick- und Mastdarmkrebs
- Der Konsum von Milch senkt das Risiko für kolorektale Karzinome
- Der Konsum von rotem Fleisch und Fleischwaren erhöht das Risiko für kolorektale Karzinome
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Fazit Aus der EPIC-Studie lassen sich folgende Tagesrationen ableiten, um das Krebserkrankungsrisiko gering zu halten:
- Mind. 400g Obst und Gemüse
- Mind. 30g Ballaststoffe
- Max. 30g Fleischprodukte
Hinweis: Erwiesen ist, dass Übergewicht ein deutlicher Risikofaktor für die Entstehung von vielen Zivilisationskrankheiten ist. Beachten Sie bitte dazu die "Rubrik Übergewicht" und die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung unter dem Punkt Downloads.
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Krebserregende Substanzen in Nahrungsmitteln
Vergleichsweise unbedeutend zum individuellen Ernährungsverhalten sind hierzulande krebserregende Stoffe in Nahrungsmitteln, wie z.B.:
- polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in geräucherten oder angebrannten Speisen
- durch Schimmelpilze gebildetes Aflatoxin z.B. in Nüssen und Körnern
- N-Nitrosoverbindungen, das aus Nitriten in Fleisch und Gemüse entsteht
- Acrylamid in gebratenen und gebackenen kohlenhydratreichen Speisen
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Vitaminpräparate anstelle von Obst und Gemüse?
Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann den Verzehr von Obst und Gemüse nicht ersetzen. In den Tabletten fehlt die Vielfalt an bioaktiven Stoffen. Fraglich sind daher sowohl der Nutzen als auch die sogenannte Bioverfügbarkeit, d.h. inwieweit der Körper die Stoffe aufnehmen kann. Bewiesen ist dagegen, dass einige Vitamine (Beta-Carotin, Vitamin A und E) in hohen Dosen schädlich sind. Bei festgestelltem Vitaminmangel kann die vorübergehende Einnahme von Vitaminpräparaten allerdings notwendig und sinnvoll sein.
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Ernährungsempfehlung zur Vorbeugung von Darmkrebs
- Erhöhung der Ballaststoffaufnahme
- zurückhaltender Verzehr von rotem bzw. verarbeitetem Fleisch, wie Wurst oder Corned Beef
- vermehrter Verzehr von frischem Obst und Gemüse
- Beschränkung des Alkoholkonsums
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Downloads
10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (850 kB)
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Weiterführende Links
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
aid Infodienst
Vitamine und Spurenelemente
EPIC-Studie
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Literatur
- Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (Hrsg.): "Schutz vor Krebs", Heidelberg, 2007
- International Union Against Cancer (UICC): Prävention von Krebs, Aktueller Stand und wirksame Strategien, W. Zuckschwerdt Verlag, Genf, 2006
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