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der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen

Körperliche Aktivität

Bewegung und Sport spielen sowohl bei der Vorbeugung von Krebs als auch in der Nachsorge eine wichtige Rolle. Körperliche Aktivität ist neben der gesunden Ernährung ein bedeutsamer Schutzfaktor für viele Erkrankungen. Durch regelmäßige Bewegung wird die Entstehung von Übergewicht verhindert und es kommt zu einer Ökonomisierung des Herz-Kreislaufsystems. Das Immunsystem und hormonelle Faktoren werden genauso positiv beeinflusst wie das allgemeine Wohlbefinden.

Effekte von körperlicher Aktivität

Nachgewiesen sind folgende Einflüsse auf die Risikoreduktion von Krebs bei mindestens 30-minütiger körperlicher Betätigung an den meisten Tagen der Woche:

  • Dickdarmkrebs: Verringerung des Erkrankungsrisikos um 40 bis 50 Prozent
  • Brustkrebs nach den Wechseljahren: Verringerung des Erkrankungsrisikos um 20 bis 40 Prozent.

Für eine optimale Vorbeugung raten Experten gesunden Menschen zu folgenden Bewegungsintervallen:

  • 3 bis 5 Mal pro Woche Ausdauertraining (z.B. Jogging, Radfahren, Walking, Schwimmen)
  • 2 Mal pro Woche Kraft- und Beweglichkeitstraining (Fitness, Gymnastik mit Kleingeräten etc.)
  • 1 Trainingseinheit sollte 30 bis 60 Minuten betragen
  • Intensität: Je nach körperlicher Fitness mittleres bis intensives Niveau (Herz- und Atemfrequenz steigen an, leichtes bis stärkeres Schwitzen)
    Optimal: Kombination von Ausdauer, Kraft- und Beweglichkeitstraining

Beispiele:

  • Jogging mit anschließender Gymnastikeinheit
  • Fahrradergometer fahren und Krafttraining an Großgeräten
  • Warmlaufen, Gymnastik, Ausübung eines Sportspiels



Hinweis:
Körperliche Aktivität muss immer an das jeweilige Alter und die persönlichen Voraussetzungen angepasst werden! Menschen ab 35 Jahren sowie Sporteinsteigern- und Wiedereinsteigern wird empfohlen, vor Aufnahme des Trainings einen Gesundheits-Check beim Arzt zu absolvieren!

Körperliche Aktivität hat viele Facetten!

Körperliche Aktivität bezieht sich nicht nur auf Freizeitsport. Gemeint ist Bewegung in Beruf, Freizeit und im Haushalt sowie die Ausführung jeglicher Sportart. Wer beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt oder die Treppe statt des Aufzuges benutzt, trägt unbedingt zu einer positiven Aktivitätsbilanz bei. Auch Tätigkeiten an der frischen Luft (z.B. Gartenarbeit) ist eine Form der Aktivität.
Achten Sie täglich darauf, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Das heißt: Besuchen Sie Ihren Kollegen im Nebenbüro, anstatt ihn anzurufen und legen Sie kürzere Strecken möglichst mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurück. Gestalten Sie Ihre Mittagspause aktiv an der frischen Luft.

Literatur

  • International Union Against Cancer (UICC): Prävention von Krebs, Aktueller Stand und wirksame Strategien, W. Zuckschwerdt Verlag, Genf, 2006

 
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